Es war einmal ein kleiner Junge, der den Namen Igor trug. Er lebte mit seinen Eltern in einem kleinen Häuschen, das am Ende eines Dorfes liegt. Igor hatte die schlechte Angewohnheit andere Menschen reinzulegen. Eines Tages jedoch ging er mit seinem Streich zu weit. An Heiligabend ging Igor zum Kircheneingang und spritzte den ganzen Vorhof voller Wasser, so, dass es zu einer Eisfläche kam. Er wusste, dass das ganze Dorf zur Mittagsmesse angelaufen kam und freute sich darauf, sie alle fallen zu sehen. Er versteckte sich hinter der Friedhofsmauer und wartete. Als es so weit war und die frommen Kirchengänge die Eisfläche des Vorhofes betraten kamen sie ins Rutschen und bewegten sich wie Hampelmänner, bis sie schlussendlich auf den Boden lagen. Igor kam aus seinem Versteck hervor und krümmte sich vor Lachen. Die Dorfbewohner jedoch waren so wütend, dass sie ihn aus dem Dorf jagten. Seine Eltern waren sehr traurig und enttäuscht vom Verhalten ihres Sohnes.
Nach diesem Vorfall wurde Igor sehr nachdenklich, ihm wurde bewusst, dass dieser Streich zu weit ging. Igor hat sich geschworen, nie mehr solche Streiche zu spielen. Er bekam ein schlechtes Gewissen und getraute sich nicht mehr nach Hause zu gehen. Auf der Suche nach einer Schlafgelegenheit übersah der Junge eine Wurzel und stolperte darüber. Er flog einige Meter einen steilen Hang hinunter. An einem Ast konnte er sich festhalten, so dass er nicht noch weiter hinunter flog. Er zog sich an diesem hinauf und brachte sich in Sicherheit. Zum Glück zog er sich nur einige Kratzers hinzu und verletzte sich nicht mehr. Plötzlich wurde es ihm kalt, er fand dann eine ideale Höhle für ein Nickerechen. Mit Mühe kroch er in diese hinein und deckte sich mit Äste zu. Durch das Gezwitscher der Vögel, erwachte er am Morgen. Igor machte sich dann weiter auf den Weg.
Als er schon über Wochen und Monate unterwegs gewesen war, bekam ihn das schleichende Gefühl das er jetzt wirklich alles verloren hatte und das nur weil er damals log und anderen Streiche spielte. Aber, dann sah er von weitem ein Dorf, das in Nebel und Gewitterwolken eingehüllt war und er wunderte sich warum das so sei. Daher beschloss er, sich dieses Dorf mal näher anzusehen und das Geheimnis um dieses mysteriöse Dorf zu lüften. Schon als er dem Dorf näher kam traf er auf Kinder, die wie er am Anfang dachte, nur in Frieden und kindlicher Art spielten, aber der erste Eindruck täuschte. Er stellte schnell fest, dass sie nicht spielten sondern sich gegeneinander beschimpften, anlogen und sich gegeneinander Streiche spielten. Da er in der zwischen Zeit aber gelernt hatte was passieren kann, wenn man so etwas macht, wollte er ihnen erklären, das man so etwas nicht tut. Aber die Kinder, hörten ihm nicht einmal zu. Aus diesem Grund heraus beschloss er mit den Eltern der Kinder zu reden und ging ins Dorf, aber was er da sah war für ihn unbegreiflich. Er sah wie der Becker die Leute betrog, in dem er Brot zu ein Kilo verkaufte, obwohl es nur siebenhundert Gramm waren. Daraufhin dachte er sich „ kein Wunder das sein Kind so ist“. Als er weiter kam sah er grad, wie der Metzger sein Fleisch abwog. Aber, dabei hat er seinen Fuss mit auf die Waage gestellt, damit das Fleisch schwerer wird und er es teurer verkaufen kann. Igor hingegen fand das gar nicht toll und sprach Ihn auf das an. Der Metzger aber war davon nicht so erfreut und sagte zu Igor „hau ab das geht dich überhaupt nichts an, scher dich weg“! Igor zog von dannen und dachte sich „das kann nicht sein, die lügen hier alle und betrügen sich gegenseitig da muss ich etwas unternehmen.
Ich gehe zum Bürgermeister und erkläre Ihm das das schlechte Wetter und der Nebel von der ganzen Lügerei kommt“. Gedacht getan er redete mit dem Bürgermeister der daraufhin ein Gesetz erliess, dass man nicht mehr lügen, stehlen, betrügen oder anderen Streiche spielen darf und er verkündete das dieses Gesetz für jeden gilt.
Die Leute sahen schnell, dass er recht hatte mit dem Wetter. Denn seit dem keiner mehr log war das Wetter nur noch schön. Es gab keinen Regen mehr und auch der Nebel verschwand es gab nur noch Tage voller Sonnenschein. Daraufhin bedankten sich die Leute des Dorfes bei Igor und ernannten Ihn zum Ehrenbürger.
Als einige Jahre vergangen waren kamen Zigeuner in das Dorf der Sonne und des Friedens. Sie fragten warum das Dorf so heisse und der Bürgermeister erzählte ihnen von Igor und wie er es geschafft hatte das Dorf vom Regen und vom Nebel zu befreien. Die Zigeuner waren daraufhin so begeistert, dass sie dem Bürgermeister vorschlugen ein grosses Fest zu geben zu ehren von Igor und seiner Wundertat. Der Bürgermeister fand, dass das eine ausgezeichnete Idee sei. Gesagt getan, schrieb er Einladungen an alle Dörfer auf der ganzen Welt.
Als endlich der Tag gekommen war an dem das Fest stattfinden sollt spürte die Mutter von Igor ein komisches Gefühl im Bauch und deswegen überredete sie ihren Mann zu dem Fest mit ihr zu gehen. Als sie dort eintrafen wurde Igor grade vom Bürgermeister geehrt. Igors Mutter brach in Tränen aus als sie Igor erkannte und schrie „Igor mein Sohn, du lebst, bitte verzeih mir, ich habe dich so vermisst“. Als Igor das hörte sprang er von der Bühne und rannte zu seinen Eltern um sie in die Arme zu nehmen. Plötzlich klatschten die Leute und jubelten aus Freude, das Igor nach all diesen Jahren seine Familie wider in die Arme schliessen durfte.
Danach feierten die Leute ein riesen grosses Fest das sieben Wochen und sieben Tage ging. Als das Fest zu Ende ging fragte Igor seine Eltern „ Darf ich wider mit euch nach Hause kommen? Bin ich jetzt wider willkommen bei euch“? Seine Eltern heulten vor Freude und schlossen Ihn in die Arme. Dann sagte der Vater zu Igor „Mein Sohn wir würden uns freuen wenn du mit uns nach Hause kommen würdest“. Daraufhin machten Sie sich auf den Weg zurück in das Dorf aus dem er vor Jahren verjagt worden war und wo er jetzt willkommen geheissen wurde. Und wenn Sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute.
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